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Warum es das gibt14. Juni 2026

Alle gingen aus meinen Sessions und konnten es, und arbeiteten trotzdem allein

Dasselbe Muster, zwanzig Mal hintereinander.

Ich unterrichte KI-Workflows in ganz NRW, als Rapid Stories AI und am Mediengründerzentrum NRW. Mediengründerinnen und Mediengründer, Studios, Kreativteams, meistens eine komplette Produktionsstrecke über fünf Tools an einem Tag. Die Sessions funktionieren. Die Leute gehen raus und können Dinge, die sie am Morgen noch nicht konnten. Dann sitzen sie wieder an ihrem Schreibtisch und machen es allein.

Genau das löste niemand, und nach ungefähr der zwanzigsten Session sah es nicht mehr nach Zufall aus, sondern nach dem eigentlichen Problem. An Veranstaltungen, Tools, News oder Visionen fehlt es in dieser Region nicht. Es fehlt eine Struktur für den unspektakulären Teil. Die richtigen Leute finden, mit denen man etwas entwickelt. Ein Team bilden, dem man vertraut. Aus einem Experiment ein Projekt machen, für das jemand bezahlt.

Es gibt eine Variante davon, die sofort scheitert: noch ein Meetup, noch ein Verzeichnis, noch eine Konferenz. Davon habe ich genug gesehen. Sie liefern einen schönen Abend und am Montag nichts. Die ersten Entscheidungen drehten sich deshalb darum, was das hier nicht ist. Ein persönliches Projekt konnte es auch nicht sein. Es musste eine eigene Sache werden, mit eigenem Namen und eigener Seite, und mit Platz für andere, die einen Teil davon mittragen. Alles darunter bleibt eine Person, die redet.

Am 14. Juni habe ich einen leeren Ordner geöffnet. Ich bin kein Entwickler und kann keine Zeile Code schreiben, womit das Gespräch bis vor Kurzem beendet gewesen wäre. Mit Claude Code war es das nicht. Next.js, eine Datenbank in Frankfurt, damit die Daten in der EU bleiben, und eine Liste mit allem, was ich selbst überprüfen konnte.

Der Rest des Tages drehte sich ums Weglassen. Nur Dark Mode, weil die Leute die Seite zwischen zwei Jobs öffnen und nicht, um sie zu bewundern. Drei Farben: Schwarz, Rot, Weiß. Und keine Stockfotos, was schwerer war als es klingt und die Seiten wochenlang leer aussehen ließ. Ein Foto von "irgendeiner Konferenz" sagt nichts.

Am Ende des Tages standen 88 Tutorials in der Bibliothek, eine funktionierende Datenbank und eine Seite, die roh aussah. Sie war online, und alles darauf stimmte.

Kurz gefasst

  • Kein Meetup, kein Verzeichnis, keine Konferenz. Entschieden vor der ersten Zeile Code
  • Mit Claude Code entwickelt, von jemandem, der keinen Code schreibt
  • Next.js mit Supabase-Datenbank in Frankfurt, damit die Daten in der EU bleiben
  • Nur Dark Mode, drei Farben und keine Stockbilder